Words
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May 10
ist es zu denn spät?
“alles bewegt sich. kreuz und quer. ist die veränderung zu groß, wenn kein text mehr da ist? wo ist die emotion? er fühlt sich taub. abgeschottet. zufrieden. nein, nicht zufrieden. eher gelassen. und ergeben. soll doch alles kommen wie es muss. er kommt zurecht.”
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Mar 10
Ein Werbeplakat …
mit der Aufschrift “Business Indisch” hat mir heute in der U-Bahn einen kleinen unerwarteten Lachkrampf abgerungen. Zum Glück konnte ich jedoch irgendwie die mir völlig unbekannte Person gegenüber durch mein rational nicht erklärbares Verhalten in einen ähnlichen Zustand versetzen, wodurch ich wenigstens nicht alleine für den Posten des Narren dieser U1 Garnitur kandidieren musste. Bis zur darauf folgenden Station hatte ich mich dann wieder mehr oder weniger im Griff und positionierte mich auch gleich taktisch klug an der Ausgangstür. Aber durch einen erneuten Blickkontakt zu meiner Gegenkandidatin fing alles wieder von vorne an. 19 Sekunden später sprang ich Richtung rettendem Bahnsteig und verabschiedete mich mit einem weiteren kleinen Lachanfall. Das war schon richtig schmerzhaft. Und richtig gefährlich. Ich fände so kleine weiße Aufkleber mit einem dicken schwarzen Rand, so ähnlich wie bei Zigarettenschachteln, mit der Aufschrift “U-Bahnfahren kann ihre Lachmuskeln reizen” sinnvoll um vor dieser Gefahr zu warnen. Vielleicht gibt es ja eine Facebook Gruppe mit selbigem Namen oder ähnlicher Forderung. Mittlerweile gibt es doch für alles eine beschissene Facebook Gruppe. Ist doch wahr. Und diese wäre wenigstens sinnvoller als geschätzte 97,8% des Rest. Genauso müssten aber auch andere Aufschriften wie “Bitte rechnen Sie in dieser U-Bahn mit Lärmbelästigung durch Mobiltelefone oder deren Gespräche. Besorgen Sie sich präventiv einen MP3 Player. Vielen Dank, Ihre Wiener Linien” oder “Sehr geehrte Fahrgäste. Diese U-Bahn hält in jeder Haltestelle an. Aber vor allem zwischen den Haltestellen. Und manchmal auch zwischen zwei Halts. Vielen Dank für die Kenntnisnahme, Ihre Wiener Linien.” angebracht werden, da nur die wenigsten U-Bahnfahrten so lustig sind wie die heutige. In diesem Sinne, habt eine gute Nacht. Und eine gute Fahrt.
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Jan 10
Existenzängste. Und so.
“Ich schau nicht hin, also gibt es dich nicht.”
So als ob die Auslöschung der Erinnerung, das Negieren und Leugnen von dem was war, die Existenz dessen an sich anzweifeln würde. Irgendwie auch ein interessanter Ansatz sich mit Vergangenem auseinanderzusetzen. Und ein wenig beängstigend obendrein noch dazu.
Aber: “Die Dinge sind, wie sie sind, und wenn wir sie erkennen, sind sie genauso, wie wenn es andere tun oder keiner.”
Ergo ist es vollkommen egal, wer was verdrängt und vergisst, wer was leugnet und negiert, denn die Vergangenheit ist konstant. Und absolut. Und ich meine, zum Glück, denn wer weiß ob es mich sonst überhaupt noch gäbe.
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Nov 09
Tja …
im Endeffekt (ich entwickle aus irgend einem Grund langsam eine Affinität zu diesem Wort) ist doch alles eine Frage von Erwartungen. Beziehungsweise dem nicht vorhanden sein dieser. Am besten, man werfe also alles über Bord und siehe da, der Mensch ist glücklich. Soviel zur Theorie. Aber dieses Gedankenspiel, also das nicht hegen von Erwartungen, ist ja an sich kein evolutionärer Gedanke. Heute jedoch wollte ich daraus ein empirisches Experiment ableiten. Zu Mittag im dritten Wiener Gemeindebezirk, Landstrasse. Aus Mangel an Optionen entschieden wir uns bewusst für ein Mittagessen bei unserem wirklich “miesen” Chinesen mit dem wirklich “miesen” Fraß. Und Voilá, keine Enttäuschung weit und breit. Tja, und was sagt uns das jetzt?

