im Endeffekt (ich entwickle aus irgend einem Grund langsam eine Affinität zu diesem Wort) ist doch alles eine Frage von Erwartungen. Beziehungsweise dem nicht vorhanden sein dieser. Am besten, man werfe also alles über Bord und siehe da, der Mensch ist glücklich. Soviel zur Theorie. Aber dieses Gedankenspiel, also das nicht hegen von Erwartungen, ist ja an sich kein evolutionärer Gedanke. Heute jedoch wollte ich daraus ein empirisches Experiment ableiten. Zu Mittag im dritten Wiener Gemeindebezirk, Landstrasse. Aus Mangel an Optionen entschieden wir uns bewusst für ein Mittagessen bei unserem wirklich “miesen” Chinesen mit dem wirklich “miesen” Fraß. Und Voilá, keine Enttäuschung weit und breit. Tja, und was sagt uns das jetzt?
du meinst, das essen war so mies wie erwartet?
hehe. genau. somit ist alles nur eine frage der einstellung …
haha! guter plan, den muss ich mir merken
Schlechtes Essen macht glücklich?
Nein, nicht glücklich. Aber manchmal auch nicht unglücklich. Heute zum Beispiel war ich in der Schaukuchl … Hühnerbrust auf Sojasprossen mit Erdnusssauce. Vorzüglich, sage ich nur, das hat glücklich gemacht. Zumindest die Mittagspause über.
jo, man verfällt wieder relativ schnell ins koma, sobald man am arbeitsplatz ist…
ja, der begriff “koma” trifft zur zeit es genau.