Ein Traum …
März 11th, 2008
er sah das blut. empfand jedoch nichts. weder verlust noch eine verbundenheit zu dieser zähen dunklen flüssigkeit. im gegenteil. er genoss den anblick. er genoss die ungewohnte freiheit. seine gedanken waren klar strukturiert. einerseits wusste er, dass dies alles nicht real war. es war nicht sein blut und trotzdem sprudelte es aus seinem oberschenkel. verteilte sich auf dem bett. fiel tropfend auf den parkett. er blickte wieder auf, betrachtete die weiße decke und grinste. innerlich. er dachte über ein musikstück nach, dass zu dieser szene passen könnte. ihr müsst wissen, das tat er immer. in der ubahn. beim spazieren gehen. im fahrstuhl. bei sonnenaufgängen. in meetings. im nachtautobus. ja selbst hier und jetzt. seinen ersten gedanken, beirut, verwarf er gleich wieder. zu melancholisch. stars. nein, zwar passend aber vorbelastet und zu viele erinnerungen. sein dritter gedanke gefiel ihm schon weit besser. andrew bird. jawohl, andrew bird sollte es sein. ja nicht zu langsam. und vor allem nicht zu traurig. heretics! es fiel ihm nicht schwer sich die melodie ins gedächtnis zu rufen. er grinste zufrieden und ließ los.
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