Jan 14
irgendwo
seine linke hälfte wollte einfach nur weg.
fliehen. alles und jeden vergessen.
niemals wieder zurückblicken.
die andere wollte alles akzeptieren.
sich fügen. mit dem strom schwimmen
und das beste aus dem eigenen unglück machen.
so zerrissen und doch ohne jeden zweifel,
wusste er tief in seinem innersten
er kann weder fliehen,
noch akzeptieren,
sich weder fügen,
noch sich gegen den blick zurück wehren.
das einzige, dass ihn antrieb,
dass noch luft in seine müde lunge drückte
und ihn seinen unberechenbaren weg gehen ließ,
war die leere die er versprühte.
wie ein losgelassener luftballon,
welcher durch seinen kleinen kosmos rast,
bis irgendwann sein inhalt aufgebraucht ist,
er aufschlägt und sich nicht mehr rührt.
aber bis es einmal soweit war,
würde der flugwind den funken am leben halten,
der irgendwo noch in ihm verlassen dahin schwelte.
Nessun commento
Lascia un commento